Letzte Aktualisierung 12.12.2011
Der Hund

Man geht heute davon aus, daß alle Hunde vom Wolf abstammen Die Entwicklung vom Wolf zum Hund verlief in erstaunlicher Vielfalt. Der Mensch hat im Lauf der Jahrtausende eine unabschätzbare Fülle von Rassen unterschiedlicher Farbe, Größe, Gestalt und Eigenschaften geschaffen (hinter den verschiedenen Gestalten der Hunde, verbergen sich unterschiedliche Wesen, und das Wesen eines Hundes hat für die Beziehung zum Menschen entscheidende Bedeutung) ,und die Zahl der Rassen nimmt noch immer zu. Während die ersten Anfänge der Geschichte des Hundes klar zu sein scheinen, weiß man über die weitere Entwicklung verhältnismäßig wenig, obwohl sie nur 15000 Jahre zurückliegt. Im 18.Jahrhundert kam die Theorie auf, die aber nicht zu beweisen war, daß der Hund einer eigenen Familie entstamme, von der man keine Vertreter gefunden habe. Als unmittelbare Vorfahren des Hundes hat man auch die Wölfe, die Schakale und die Füchse in betracht gezogen. Als mutmaßliche Vorfahren scheiden zunächst die Füchse aus, da einige ihrer Körpermerkmale deutlich anders sind als beim Hund: Die Pupille ist elliptisch und nicht rund, die Schnauze verlängert, und es fehlt der Stirnabsatz. Außerdem haben die Füchse einen langen, buschigen Schwanz, der nach hinten getragen wird, und leben nie in der Meute oder im Rudel wie die Hunde und Wölfe. Fast alle “Fachkenner”lehnen auch den Wildhund als Stammvater des Haushundes ab. Der Schakal ist zwar sehr leicht zu zähmen und siedelt sich gern in der Nähe menschlicher Wohnstätten an, aber der Hund ist ihm höchst unsympathisch, und zwischen beiden Tieren herrscht eine tiefe Feindschaft. Gegen die Theorie, daß der Hund vom Wolf abstammt, wurde eingewendet, daß dieser Kulturflüchter ist, sich schwer zähmen läßt und nur heult, nicht bellt, aber diese Argumente überzeugen nicht ganz. Heute zweifelt man kaum noch daran, daß der Hund aus dem Wolf hervorgegangen ist, daß heißt aus drei Unterarten, je nachdem ob man ihn eine oder mehrere Ahnenreihen zugesteht. Für die Hypothese, daß sich der Hund vom Wolf herleitet, sprechen auch die weit entwickelte gesellige Organisation des Wolfs sowie angeborene Verhaltensweisen, durch die tödliche Auseinandersetzungen zwischen Rudelangehörigen unterbunden werden. Außerdem ist der Wolf besonders wandlungsfähig und passt sich allen Umweltbedingungen hervorragend an. Bevor der Mensch die Wölfe fast ausrottete, gab es sie in jedem Land, auch wenn sie je nach Gebiet erhebliche Unterschiede zeigten. Die Untersuchung einiger Zoologen haben zu der Ansicht geführt, daß die Domestikation des Hundes in der ausgehenden Altsteinzeit bis hinein in der Jungsteinzeit, das heißt vor 15000-7000 Jahren, in verschiedenen Gegenden der Erde erfolgte.
Spiele für Hunde mit ihren Menschen Glückliches Hundeleben